Es geht doch nichts über vollmundige Werbeversprechen.
Zitat von der GLS-eigenen Internetseite:
“GLS Germany – Qualitätsführer in Deutschland …so lauten Anspruch und Firmenphilosophie der GLS Germany. Das bedeutet: zuverlässiger Paketversand innerhalb einer Regellaufzeit von weniger als 24 Stunden in Deutschland und 24 bis 96 Stunden in Europa, durchgängige Sendungsverfolgung, äußerst geringe Schadensquoten, angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis sowie eine starke Kundenorientierung.” Zitatende
Ziemlich schade, wenn es denn doch beim Lippenbekenntnis bleibt.
Geringe Schadensquote - kann schon sein, aber sicher nur aus GLS-Sicht. Natürlich bleibt die Schadensquote gering, wenn man jeden Schaden abwiegelt, weil
1. man sich durch eine Abstellerlaubnis (und dadurch längere eventuell unbeobachtete Standzeit)
2. oder den Verweis auf schlechte Verpackung oder
3. sowieso von vorneherein zu unzerbrechliches Gut für den Transport
aus der Verantwortung ziehen kann.
Tatsache ist, aber in meinem Fall (siehe letztes Posting), dass
1. Die Schaufensterpuppe maximal 3 Minuten unbeobachtet vor der Haustür stand. (Die Eingrenzung war möglich, nachdem wir nun auch die genaue Anlieferuhrzeit kennen). Die Schäden, die an der Puppe (und dem Karton) entstanden sind, sind aber definitiv nicht in dieser Zeit passiert.


2. die Puppe in genau dieser Verpackung den Weg aus dem asiatischen Raum über Hamburg nach Mitteldeutschland unbeschadet überstanden hat und
3. meine Schaufensterpuppe transportiert worden IST, trotz der für jeden erkennbaren Zerbrechlich-Aufschriften auf der Verpackung.

Also entweder transportiert man zerbrechliche Güter oder man lehnt sie ab. Die Tatsache, dass in dem Paket an mich zerbrechliche Ware war, war ja offensichtlich.
Genau aufgrund dieses zerbrechlich-Hinweises versucht sich GLS nun aber vor der Erstattung des Schadens zu drücken, denn besonders zerbrechliche Sachen würde man ja ohnehin laut AGBs nicht transportieren. Und außerdem war laut GLS die Puppe ja sowieso zu schlecht verpackt.
Man kann sich ja jetzt streiten, ob eine Schaufensterpuppe in besonderem Maße zerbrechlich ist oder nicht. Ich gehe davon aus, dass ein Unternehmen, das Computer und Notebooks sowie Computerbildschirme transportiert wohl in der Lage ist, eine gut verpackte Schaufensterpuppe heil beim Empfänger abzuliefern. Ich wette aber, dass jeder Monitor, Computer… Schaden erlitten hätte (egal wie gut er verpackt gewesen wäre), wenn er so behandelt worden wäre, wie meine Schaufensterpuppe. Vielleicht ist ja Paketweitwurf bei GLS ein interner Sport. Dass die Puppe und der Karton so aussähen, wenn man sie angemessen vorsichtig (übervorsichtig wurde ja gar nicht verlangt!) transportiert, kann mir aber keiner erzählen.

Ein Unternehmen, das sich so massiv vor der begründeten Übernahme eines 250 EUR-Schadens drückt und mit den ihr anvertrauten Transportgütern so liederlich umgeht, kann man schwerlich als kundenorientiert bezeichnen.
Ich bin super sauer und auch die Verkäuferin wird das ganze nicht auf sich beruhen lassen. Wir werden weiterkämpfen und wenn wir notfalls Gericht und Presse bemühen müssen. Das ganze ist ihr nämlich nun schon das zweite Mal passiert!
Auch meine derzeit ca. 600 Kunden und ca. 30 Lieferanten sind sicher interessiert, von diesem Fall zu erfahren. Ein zufriedener Kunde erzählt es ein paar Freunden weiter, ein unzufriedener… DAS nenne ich doch mal stark anti-kundenorientiert. Und das nur wegen 250 EUR bei doch - angeblich - bis 500 EUR versichertem Versand. Traurig!
Irgendwie auch sehr spannend, dass kurzes Recherchieren im Internet einige ähnliche Fälle zutage förderte:
GLS und die Lampen (immerhin wurde da der Schaden von GLS dann doch noch reguliert).
Unglaubliche Fälle
Zum Weinen: Weinbruch
GLS treibt es bunt - sogar Farbdosen gehen beim “pfleglichen Transport” auf